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Willkommen auf H2.LIVE! Was sehe ich auf der Karte?

H2.LIVE
Alle 2 Minuten ziehen wir Live-Informationen von Wasserstoffstationen in ganz Europa an denen öffentlich und mit 700bar Wasserstoff getankt werden kann! Für Sie heißt das, mit H2.LIVE im Web (www.h2.live) oder als App sind Sie immer top informiert.
Unsere Karte kurz erklärt: Nach dem Zoom auf ein Land, werden grüne und rote Punkte sichtbar. Grüner Punkt: Diese Station steht zur Verfügung. Roter Punkt: Hier kann zurzeit nicht getankt werden. Das Ausrufezeichen bei einer grünen Station kündigt meistens eine Wartung an; bei einer roten Station informiert das Ausrufezeichen, wann eine Station wieder in Betrieb geht. Sollten Stationen auf Grund von Öffnungszeiten geschlossen sein, ist der rote Punkt mit Uhrzeigern gekennzeichnet. Für den Fall, dass wir keine Live-Informationen erhalten, gehen wir davon aus, dass getankt werden kann, markieren die Station aber mit einem Fragezeichen.
Zu jeder Station finden Sie zusätzliche Details, u.a. Adresse, Betreiber, Öffnungszeiten und in der Regel auch Kontaktmöglichkeiten. Einfach auf den Punkt klicken.
An allen H2 MOBILITY Stationen bieten wir eine kostenfreie 24/7 Service-Hotline an: +49 800-400 2023.

Zukunftsknopf 
Wollen Sie einen Blick in die Wasserstoff-Zukunft werfen? Aktivieren Sie den Zukunftsknopf oben rechts, und sehen Sie in Blau, wo wir gerade bauen. Der sich füllende Kreis beschreibt den Baufortschritt.

Feedback geben
Sie haben Lob, Kritik, Anregungen? Wir bitten um Ihre Meinungen, gerne auch zu einzelnen Stationen. Deshalb haben wir in der App H2.LIVE die Möglichkeit eingerichtet über die Detailansicht jeder einzelnen Station (einfach auf die Station klicken) ein Formular zu öffnen und sogar Fotos hochzuladen. Allgemeines Feedback können Sie hier ebenfalls verfassen. Wir bedanken uns!

Was ist H2 MOBILITY und was H2.LIVE?
H2 MOBILITY Deutschland GmbH & Co.KG ist unser Unternehmen mit der Aufgabe die deutschlandweite Wasserstoffinfrastruktur auszubauen, also Wasserstoffstationen zu errichten und zu betreiben. H2.LIVE ist unser digitales Angebot, dass u.a. die gesamte europäische Infrastruktur abbildet.
H2 MOBILITY Deutschland wurde von den Gesellschaftern Air Liquide, Daimler, Linde, OMV, Shell und TOTAL gegründet. Und ist verantwortlich für den flächendeckenden Aufbau und Betrieb einer Wasserstoffinfrastruktur zur Versorgung von PKW mit Brennstoffzellenantrieb in Deutschland. Wir übernehmen dabei alle operativen Aufgaben, darunter Netzplanung, Genehmigung, Beschaffung, Errichtung und Betrieb. Unser erstes Ziel ist der Betrieb von 100 Wasserstoffstationen in sieben deutschen Ballungszentren (Hamburg, Berlin, Rhein-Ruhr, Frankfurt, Nürnberg, Stuttgart und München) sowie entlang der verbindenden Fernstraßen und Autobahnen unabhängig von den Fahrzeugzahlen als Voraussetzung für eine Wasserstoffmobilität. Danach bauen wir bedarfsgerecht und in Abhängigkeit zum Hochlauf der Fahrzeugzahlen weiter.
H2.LIVE ist das digitale Angebot rund ums Tanken als App kostenfrei im App-Store und bei Google Play downloadbar oder im Internet unter www.h2.live. Hier erhält man live-Informationen zu den einzelnen Stationen, erfährt wann Wartungen geplant sind oder kann eine Tankkarte beantragen. Das Angebot auf H2.LIVE wird stetig ausgebaut. Freuen Sie sich drauf!

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VIDEO | So einfach betanken Sie Ihr Auto mit Wasserstoff: Infos rund ums Tanken

Wenn Sie dieses Video abspielen möchten, könnte Vimeo personenbezogene Daten über Sie sammeln und verarbeiten. Näheres dazu erfahren Sie hier. Falls Sie damit einverstanden sind, können Sie dies mit „OK“ bestätigen.

OK

 

Wie tanke ich Wasserstoff?
An unseren Stationen gibt es zwei verschiedene Tankkupplungen. Im Film zeigen wir das Tanken mit beiden. Hier können Sie sich die Betankungsanleitungen als PDF-Datei herunterladen:

Betankungsanleitung_WEH

Betankungsanleitung_Walther

Unsere Wasserstoffstationen ähneln sich, sind aber von verschiedenen Herstellern mit kleinen Unterschieden. Allen Stationen gleich ist, dass es neben der Zapfsäule einen Kartenleser gibt. Dieser ist entweder in der Zapfsäule integriert oder steht in unmittelbarer Nähe. Hier führen Sie die Tankkarte mit dem Magnetstreifen nach unten rechts ein und folgen danach einfach den Anweisungen auf dem Display.
Entnehmen Sie den Zapfhahn indem Sie diese nach oben aus der Nut heben und dann nach unten wegführen. Nach Öffnen der Tankklappe und entfernen der Abdeckung kann die Zapfpistole auf den Fahrzeugtankstutzen aufgesetzt werden.
An unseren Stationen gibt es zwei verschiedene Kupplungen: Die Tankpistole hat einen Hebel zum Arretieren, die Tankkupplung arretiert automatisch. Arretieren Sie die Pistole mit Hebel indem Sie den Hebel nach oben ziehen und achten Sie bei der Tankkupplung darauf, dass der Arretierungsring nach vorne geschnappt ist. Prüfen Sie immer den festen Sitz der Kupplung.
Danach können Sie den Tankvorgang starten, indem Sie den grünen Knopf an der Zapfsäule drücken. Nicht erschrecken – es gibt zu Beginn einen Teststoß mit dem das System testet, ob der Verbindung auch festsitzt und wieviel Wasserstoff noch im Tank ist. Der Tankvorgang endet automatisch, der grüne Kopf leuchtet oder blinkt nicht mehr. Nun können Sie die Verriegelung lösen, indem Sie bei der Tankpistole den kleinen Querriegel am Hebel betätigen oder bei der Tankkupplung den weißen Knopf am Verriegelungsring drücken und diesen in Körperrichtung ziehen.
Hängen Sie die Tankpistole/-kupplung von oben nach unten wieder ein. Bitte prüfen Sie, dass sie richtig eingehängt ist, denn sonst kann das System den Tankvorgang nicht beenden und die nächste Betankung vorbereiten. Jetzt nur noch die Tankklappe schließen und die nächsten 500-700 Kilometer emissionsfreie Fahrt genießen!

Warum zischt es?
Ihr Auto und unsere Zapfsäule kommunizieren via Infrarot-Schnittstelle. Sobald der Tankschlauch arretiert ist, wird durch einen Teststoß der Füllstand Ihres Tanks ermittelt. Nach einer kurzen Pause beginnt dann der Tankvorgang. Keine Sorge: Es zischt, wenn der gasförmige Wasserstoff in den Tank gepresst wird und der Schlauch spannt sich. Bei Anlagen von Linde können Sie mittels eines seitlichen Manometers den ansteigenden Druck im Tank verfolgen.

Zapfhahn wieder richtig einhängen! Warum das so wichtig ist.
Erst nach der Beendigung eines Tankvorgangs kann sich die Anlage auf die nächste Betankung vorbereiten und den notwendigen Startdruck aufbauen. Ein richtig eingehängter Zapfhahn ist dafür die Voraussetzung. Bitte achten Sie nach Ihrem Tankvorgang darauf.

Und wenn mal was nicht klappt? Gibt es eine Hotline!?
Für alle H2 MOBILITY Stationen bieten wir einen Störungs-Hotline an: +49 800 400 20 23. Bitte nutzen Sie diesen Service vor Ort wirklich nur im Störungsfall! Sollten Sie an einer Station eines anderen Betreibers Unterstützung brauchen, kontaktieren Sie die im App/Web Detailfenster der Station angegebene Telefonnummer.

Warum braucht die Betankung an heißen Tagen länger?
Bei der Betankung eines H2 Fahrzeugs entsteht mit dem steigenden Druck im Tank Wärme. Aus diesem Grund wird der Wasserstoff vorgekühlt vertankt. Bei hohen Außentemperaturen, ab ca. 28°C, verlangsamen wir die Kühlung etwas um der Kompressionswärme und der hohen Außentemperatur besser entgegenwirken zu können. Deshalb dauert die Betankung etwas länger.

Mein Auto tankt nicht voll – Was kann ich tun?
Der maximale Befüllgrad des Fahrzeugs kann an den einzelnen H2-Tankstellen unterschiedlich ausfallen. Mitverantwortlich ist z.B. die Außentemperatur. Durchschnittlich beträgt der Befüllgrad ca. 97%. Endet Ihre Betankung unerwartet bei weniger als 85%, können Sie die Betankung wiederholen: Dafür beenden Sie den kompletten Tankvorgang inkl. des Einhängens der Zapfpistole. Im Anschluss starten Sie den Tankvorgang mit der Registrierung per Tankkarte neu. Sollten Sie dennoch Schwierigkeiten haben, wenden Sie sich bitte an den Betreiber oder die Störungshotline vor Ort.

Eis an der Zapfpistole – Was bedeutet das?
Wer schon einmal einen Fahrradreifen aufgepumpt hat, weiß, dass sich dieser bei steigendem Druck erwärmt. Wir vertanken Wasserstoff bei 700 bar! Deshalb wird der H2 in unseren Anlagen vorgekühlt, auf -33°C bis -40°C. Da kann es schon einmal sein, dass bei hoher Feuchtigkeit Eis an der Zapfpistole entsteht.

Schwierigkeiten beim Abziehen der Tankkupplung
Unsere H2-Anlagen werden vorgekühlt, denn beim Tanken mit Druck entsteht Wärme. Bei einigen älteren Anlagen kann die Kühlung dazu führen, dass die Kupplung kurz am Autotankstutzen „festfriert“. Sollte die Kupplung festsitzen, einfach die Kupplung in Autorichtung drücken und dann abziehen. Wir rüsten sukzessive alle älteren Anlagen nach, denn bei neueren Kupplungen konnte das Problem behoben werden.

Wie tanke ich Wasserstoff im Ausland?
Bisher gilt die H2 MOBILITY Card nur in Deutschland, aber wir arbeiten daran ein grenzenloses Bezahlen einzuführen. Sie wollen ins Ausland fahren, dann haben wir bereits viele Informationen im App/Web Detailfenster der einzelnen Stationen hinterlegt. Gerne geben wir auch direkt Auskunft: Schicken Sie uns einfach eine Anfrage mit dem Zielland an info@h2-mobility.de. Wir melden uns mit den länderspezifischen Einzelheiten bei Ihnen.

Kann ich Feedback zu den Tankstellen oder ggfls. meinen Tankproblemen geben?
Wir brauchen Ihr Feedback, um unser Angebot zu verbessern! Bitte tragen Sie  Wünsche, Kritik, Anregungen zu einzelnen Stationen oder generell zur Wasserstoffinfrastruktur im Feedback-Bereich in unserer H2-LIVE-App ein. Oder schreiben Sie uns eine Mail: info@h2-mobility.de. Vielen Dank!

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Neu dabei? Infos zur H2 MOBILITY Card

Wie bekomme ich die H2 MOBILITY Card?
Das ist ganz einfach: Registrieren Sie sich über die H2.LIVE-App oder im Internet (https://h2.live) unter ‚Mein H2.LIVE‘ und beantragen Sie kostenfrei eine persönliche H2 MOBILITY Card. Bitte bestätigen Sie die Videoschulung. Ihre Daten verwalten Sie auf ‚Mein H2.LIVE‘. Sukzessive werden wir weitere Funktionen freischalten. Sie erhalten die Karte innerhalb von fünf Werktagen per Post. Sie ist dann bereits freigeschalte – Sie können also gleich lostanken. Dazu benötigen Sie die Karten-Pin, die auf der Rückseite der Karte steht. Wenn Sie Ihren Account löschen wollen, die Tankkarte verloren haben oder sie sperren wollen, loggen Sie sich auf der App oder im Internet h2.live ein oder schreiben Sie uns einfach eine Nachricht an info@h2-mobility.de.

Wozu brauche ich eine H2 MOBILITY Card?
Die persönliche H2 MOBILITY Card ist Voraussetzung für das Wasserstofftanken an allen öffentlichen Wasserstofftankstellen in Deutschland (Ausnahme: Industriepark Frankfurt-Höchst – hier benötigen Sie eine Kreditkarte). Mit der Tankkarte authentifizieren Sie sich am Terminal. Gleichzeitig dient die Karte der Zuweisung Ihrer Betankungsdaten im Abrechnungsprozess. Leider gilt unsere Tankkarte noch nicht im Ausland. Aber daran arbeiten wir. Unser Ziel ist Ihre grenzenlose Wasserstoffmobilität.

Warum brauche ich eine Schulung für den H2-Tankkartenantrag?
Im Prinzip wird Wasserstoff fast wie Benzin getankt. Tankklappe auf, Zapfventil ran, fertig. Der einzige nennenswerte Unterschied besteht im Aggregatzustand: Wasserstoff ist gasförmig! Daraus ergeben sich dann doch Unterschiede. Um sicherzustellen, dass alle Wasserstoffpioniere wissen, wie Wasserstofftanken geht, haben wir die Schulung zu einer Voraussetzung für den Kartenantrag gemacht.

Pin vergessen? Karte verloren? Weitere Karten gefällig?
Wen muss ich kontaktieren, wenn ich meine Karte verloren habe, diese sperren möchte, meinen Pin vergessen habe oder weitere Karten benötige? Loggen Sie sich auf der App oder im Internet ein oder schreiben Sie an info@h2-mobility.de.

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Fragen zu H2-Kosten, Bezahlung & Rechnungen

Wie bezahle ich meinen getankten Wasserstoff?
Die Abrechnung in Deutschland erfolgt mit Hilfe der H2 MOBILITY Card per Rechnung postalisch oder per Mail. Wenn Sie nicht jedes Mal den Rechnungsbetrag überweisen wollen, können Sie beim Kartenantrag SEPA-Mandat wählen oder nachträglich im Log-In Bereich der H2.LIVE App oder hier im Internet ändern. Sie können uns gerne auch eine Mail an info@h2-mobility.de schreiben. Eine Ausnahme gibt es allerdings: an der Station in Frankfurt-Höchst zahlen Sie mit Kreditkarte.
Wie Sie an den verschiedenen Wasserstoffstationen im Ausland bezahlen erfahren Sie in der App/Web Detailansicht der Station. Gerne erteilen wir aber auch direkt Auskunft: schreiben Sie uns einfach mit Länderangabe an info@h2-mobility.de .
Sie wollen Ihre Bezahlmethode ändern oder haben noch Fragen, schreiben Sie uns mit Angabe Ihres Nutzernamens an info@h2-mobility.de.

Wohin wird meine Rechnung geschickt?
Die Rechnung wird immer an die im Kartenantrag hinterlegte Adresse oder Email geschickt. Für den Fall, dass Sie eine Frage zu einer konkreten H2-Rechnung haben oder Ihre Rechnungsadresse oder Email ändern möchten, wenden Sie sich bitte an rechnungen@h2-mobility.de.

Gibt es einen Abrechnungsbeleg direkt an der Wasserstofftankstelle?
Ja. Sie können während der Autorisierung oder nach Beendigung des Tankvorgangs einen Abrechnungsbeleg am Kartenterminal anfordern und entnehmen.

Muss ich zur Bezahlung in den Tankstellenshop?
In Deutschland müssen Sie den Tankstellenshop zur Bezahlung nicht besuchen. Die Bezahlung erfolgt direkt über Ihre H2 MOBILITY Card. Wie Sie im Ausland zahlen, unterscheidet sich. Bitte lesen Sie dazu die Details zur Station.

Kann ich meine Tankdaten einsehen?
Ja, allerdings nur, wenn Sie Privatkunde sind oder dieser Service von Ihrem Unternehmen für Sie freigegeben wurde. Dann einfach auf der App den Reiter hochziehen oder im Internet einfach einloggen und unter „Meine Tankvorgänge“ Ihre Tankdaten aufrufen.

Wieviel kostet Wasserstoff?
Wasserstoff wird in Kilo abgerechnet. Der Preis für ein Kilogramm Wasserstoff beträgt an allen öffentlichen H2-Tankstellen in Deutschland 9,50€ (brutto), bzw. Mehrwertsteuerreduziert 9,26 €. Auf 100 km verbraucht ein Brennstoffzellenfahrzeug ca. ein Kilogramm Wasserstoff, erzeugt also Kraftstoffkosten von 9,50€. Damit sind die Kraftstoffkosten vergleichbar mit denen für einen durchschnittlichen Benziner mit einem Verbrauch von sieben Litern.

Wann und wodurch wird grüner Wasserstoff bezahlbar?
Durch Skalierung aber v.a. durch die Änderung von Abgaberegelungen: Mit dem Erneuerbaren-Energien-Gesetz (EEG) wollte der Gesetzesgeber Investitionen in Windkraft-, Solar- und Biomasseanlagen fördern. Das ist gelungen. Allerdings schreibt dieses Gesetz auch eine feste Vergütung für den Strom vor, der auf Grund von Engpässen nicht ins Netz eingespeist werden kann. Refinanziert wird diese Vergütung durch alle Verbraucher.

Da Elektrolyseure als Endverbraucher gelten, müsse diese, auch wenn sie den Strom speichern, der nicht mehr einbgespeist werden kann, EEG-Umlage zahlen. Mit dem Gesetz werden also aktuell keine Anreize für eine sinnvolle Nutzung von nicht bedarfsgerecht erzeugtem Strom geschaffen, weil der Windbauer, der Photovoltaik-Betreiber oder das Biogas-Unternehmen ohnehin Entschädigung erhält. Außerdem wird der Strom für die Elektrolyse so teuer, dass es wirtschaftlich nicht tragfähig ist.

Dies soll sich nun im Rahmen der Nationalen Wasserstoffstrategie ändern. Außerdem schreibt diese den Aufbau von 5 GW Elektrolyseleistung bis 2030 vor. Damit kommt nun auch die Skalierung.

Wann werden Brennstoffzellenfahrzeuge bezahlbar sein?
Kosten sinken v.a. durch die Skalierung. Steigen die Stückzahlen der Brennstoffzellen bzw. der Pkw, die gebaut werden, dann sinkt auch der Preis für Brennstoffzellen-Pkw. Toyota und Hyundai haben für die Modelle Mirai und NEXO höhere Produktionsmengen von bis zu 30.000 Stück/Jahr ab 2020/21 angekündigt.

Werden Brennstoffzellenfahrzeuge auch gefördert?
Ja, im Rahmen von Flottenförderungen im Nationalen Innovationsprogramm Wasserstoff- und Brennstoffzellentechnologie (nip) durch das Bundesverkehrsministerium (BMVI) wird der Erwerb von mindestens drei Brennstoffzellenfahrzeugen gefördert. Toyota und Hyundai reichen die Förderung auch außerhalb von Flotten v.a. in Leasing-Angeboten weiter. Wie hoch die Förderung ausfällt, ist abhängig vom aktuellen Förderaufruf, hat aber in der Vergangenheit bis zu 16.000 Euro betragen.

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350 bar oder können an allen Wasserstofftankstellen auch Busse, Lkw und andere Nutzfahrzeuge tanken?

Nein, noch sind es nur einige wenige Stationen an denen Busse und/oder Lkw tanken können. Zum einen ist die Druckstufe entscheidend. Während Wasserstoff-Pkw den H2 mit einem Druck von bis zu 700 bar mitführen, können Nutzfahrzeuge, die mehr Platz für die on-board Wasserstoffspeicher haben, hohe Reichweiten auch mit einem Druck von 350 bar gewährleisten. Heute fahren vor allem Wasserstoffbusse mit 350 bar-Technologie.

Auch für Nutzfahrzeuge mit 700 bar-Technologie sind nicht alle Stationen im Netz geeignet. Hier ist insbesondere die Kompressorgröße entscheidend. Während Pkw im Schnitt 4 kg abnehmen, benötigt ein Wasserstoffmüllsammelfahrzeug z.B. 8-16 kg Wasserstoff.

Die Aufgabe der H2 MOBILITY ist primär der Aufbau einer öffentlichen Wasserstoffinfrastruktur für Pkw – also 700 bar-Technologie und kleine Abgabemengen. Mit der steigenden Nachfrage nach H2-Nutzfahrzeugen, wie Bussen oder Lkw, haben wir unsere Strategie erweitert. Ob eine Station für ein bestimmtes Nutzfahrzeug geeignet ist, erfragen Sie bitte direkt bei Frank Fronzke unter fronzke@h2-mobility.de.

Untenstehend eine Liste der H2 MOBILITY-Tankstellen mit 350 bar-Zapfpunkt, an denen heute hauptsächlich Busse tanken. Einzige Einschränkung ist, dass wir hier bisher nur den aktuell verbauten Standard von Typ 3-Tanks versorgen. Die nächste Fahrzeuggeneration wird Typ 4 (Kunststoff-Liner) nutzen. Um diese ebenfalls bedienen zu können, sind noch Adaptionen notwendig.

  • Berlin, Shell, Sachsendamm 92, 10829 Berlin — nur mit vorheriger Anmeldung bei H2 MOBILITY
  • Hamburg, HafenCity Tankstelle, Oberbaumbrücke 1, 20457 Hamburg — H2 MOBILITY Card 350 bar
  • Münster, Westfalen, Kopenhagener Straße 19, 48136 Münster — H2 MOBILITY Card 350 bar
  • Köln/Bonn Flughafen, TOTAL, Nordallee 1, 51147 Köln — H2 MOBILITY Card 350 bar
  • Köln Frechen, Stand Alone, Kölner Straße 209, 50226 Frechen — H2 MOBILITY Card 350 bar
  • Stuttgart Flughafen, OMV, Flughafenstraße 70, 70629 Echterdingen — H2 MOBILITY Card 350 bar
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Ist Wasserstoff gefährlich?

Brennstoffzellenfahrzeuge zeichnen sich durch kurze Betankungszeiten, hohe Reichweiten und kraftvolle Beschleunigung aus. Sie ermöglichen eine Mobilität ohne Emissionen im Sinne einer nachhaltigen Energiewende. Die Mobilität mit Wasserstoff und Brennstoffzelle ist nicht nur in puncto Klimaschutz eine sichere Sache. Fest steht: Der Umgang mit Wasserstoff erfordert einen verantwortungsvollen Umgang, denn darin enthalten ist ausreichend Energie, um ein Fahrzeug mit hoher Geschwindigkeit zu bewegen – wie alle Kraftstoffe!

Eigenschaften von Wasserstoff

Wasserstoff (H2) ist ein Gas, das auf eine lange Geschichte zurückblicken kann. Entdeckt wurde es 1766 vom englischen Chemiker Henry Cavendish. Als Industriegas wird es bereits seit über 100 Jahren verwendet. Heute kommt es in vielen industriellen und technischen Prozessen zum Einsatz.

In Hinblick auf die Sicherheit bestehen bei Wasserstoff oft Vorurteile. Doch Fakt ist: Im Vergleich zu anderen Kraftstoffen hat Wasserstoff sogar sicherheitstechnische Vorteile. Wasserstoff ist das leichteste uns bekannte Element – etwa 14-mal leichter als Luft. H2 bildet mit Sauerstoff in einem weiten Bereich (4 Vol. % bis 77 Vol. %) ein zündfähiges Gemisch. Ein explosives Gemisch (Knallgas) mit Sauerstoff bildet Wasserstoff erst bei einem Anteil ab 18 %.

Wasserstoff ist ungiftig und kann weder Böden, noch die Atmosphäre oder Menschen belasten. Falls es zu einem Brand von Wasserstoff kommt, ist die Verbrennungsgeschwindigkeit relativ hoch. Es wird kein Rauch oder Qualm erzeugt, solange nicht andere Substanzen mitbrennen.

Sicherheit bei Transport und Lagerung

Der Transport von Wasserstoff erfolgt in eigens dafür vorgesehenen Wasserstofftrailern. Hierbei kommen Druckstufen von 200 bar, 300 bar oder 500 bar zum Einsatz. Beim Transport unterliegt Wasserstoff den Vorschriften zum Transport von Gefahrgütern (ADR). Dies bedeutet, dass die zum Einsatz kommenden Transportfahrzeuge, wie auch Fahrerinnen und Fahrer, vorgegebene Anforderungen erfüllen müssen. Alternativ kann Wasserstoff auch tiefkalt verflüssigt in speziellen, hochisolierten Tankwagen transportiert werden. In einigen Teilen Deutschlands existieren zudem Wasserstoffpipelines, über die große Mengen Wasserstoffgas zum Kunden transportiert werden.

Die Speicherung des Wasserstoffs an der Tankstelle kann auf verschiedenen Wegen erfolgen. Entscheidend hierfür ist die Bauart der Wasserstofftankstelle sowie die tägliche Abnahmemenge. An heutigen Anlagen ist die Speicherung im gasförmigen Zustand unter Drücken von 45 bar oder 200 bar am verbreitetsten. Ebenso ist aber auch eine Speicherung im tiefkalt verflüssigten Zustand (-253 oC) möglich.

Für Wasserstoff existieren umfangreiche nationale und internationale Sicherheitsanforderungen und -vorschriften, die beim Bau und dem Betrieb der Wasserstofftankstellen zum Einsatz kommen. Neben baulichen Schutzmaßnahmen (z.B. Anfahrschutz) kommen auch umfangreiche technische Sicherheitseinrichtungen (z.B. Wasserstoffgassensoren) zur Anwendung.

Sicherheit beim Tanken

Die Wasserstoffzapfsäule kommuniziert mit dem Fahrzeug per Infrarotschnittstelle. Das Fahrzeug hat direkt neben dem Tankstutzen eine Kommunikationsschnittstelle, die der Tankstelle Daten zu Druck und Temperatur im Tank liefert. Diese Daten werden mit den Messungen der Tankstelle abgeglichen. Bei bestimmten Abweichungen unterbricht oder beendet die Tankstelle die Betankung, um nach dem Grund für die Abweichung zu schauen. Zusätzlich kann das Fahrzeug den Betankungsvorgang stoppen – eine zusätzliche Sicherheitseinrichtung, die es für sonst keinen Kraftstoff gibt.

Die Verbindung von Tankkupplung zum Fahrzeug ist eine so genannte „geschlossene Verbindung“ und Voraussetzung für die Betankung: Um dies sicherzustellen, prüft die Tankstelle zunächst den Sitz der Zapfpistole und die Dichtigkeit der Leitung. Sollte eines der beiden nicht stimmen, wird die Betankung nicht gestartet. Die Tankstelle sorgt durch eine Steuerung dafür, dass das Auto voll, aber nicht überfüllt wird. Als zusätzliche Sicherheitsmaßnahme sind Überdruckventile im Fahrzeugtank verbaut, die den Druck zuverlässig begrenzen.

Nach dem Tanken werden die Zapfpistole und der Tankschlauch „entspannt“: Der Wasserstoff wird zurück zur Station geleitet. An der Zapfpistole bleibt nur eine sehr kleine und daher ungefährliche Menge Wasserstoff zurück – etwa ein Drittel eines Schnapsglases.

Sicherheit im Fahrzeug

Sicherheitstechnisch unterscheiden sich Fahrzeuge mit Wasserstoffantrieb nicht von konventionellen Verkehrsmitteln. Das haben unabhängige Prüfdienste wie der TÜV in diversen Crashtests und Versuchsreihen gezeigt. Auch wenn Wasserstoff hochentzündlich ist, besteht bei einem Unfall keine erhöhte Gefahr. Vielmehr sind wasserstoffbetriebene Fahrzeuge sicherer als konventionelle Benziner. Denn Wasserstoff explodiert nicht.

Ein Leck am Wasserstofftank ist sehr unwahrscheinlich. Und selbst wenn eine Undichtheit auftreten sollte, erkennen die Sensoren den austretenden Wasserstoff. Das Fahrzeug wird automatisch abgeschaltet und sämtliche Sicherheitsventile werden geschlossen. Der Wasserstofftank wird mit dem 2,25-fachen des zugelassenen Betriebsdruckes getestet – d. h. ein 700 bar-Tank muss einem Druck von mindestens 1.400 bar Stand halten und besitzt im Falle eines Unfalls hohe Sicherheitsreserven. Der Wasserstofftank ist sowohl gegen Druck von innen und außen als auch gegen Feuer überaus widerstandsfähig.

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Fragen zu Brennstoffzellen-Pkw

Vor allem in Bezug auf Nachhaltigkeit: wann ist ein batterie-elektrisches Auto und wann ein Brennstoffzellenfahrzeug besser?

Um die Herausforderung der Mobilitätswende zu meistern und die Klimaziele zu erfüllen, werden wir beide Technologien brauchen – die Batterie für kurze Strecken unter 250 km und Wasserstoff und Brennstoffzelle für lange Distanzen und immer dann, wenn kurze Betankungszeiten gefordert sind (z.B. im Taxibetrieb). Siehe auch hier: https://content.h2.live/app/uploads/2019/07/ISE_Ergebnisse_Studie_Treibhausgasemissionen.pdf

Eine aktuelle Studie des ADAC hier:
https://stiftung.adac.de/app/uploads/2019/06/IBeMo_Abschlussbericht_final_190625_LBST_Zerhusen.pdf

Beeinträchtigt das Heizen im Winter die Reichweite von Brennstoffzellenfahrzeugen wie es der Fall bei batterie-elektrischen ist?

Wasserstofffahrzeuge haben den Vorteil, dass ein Nebenprodukt bei der chemischen Reaktion von Wasserstoff mit Sauerstoff Wärme ist. Diese kann im Winter zum Heizen verwendet werden. Trotzdem ist der Verbrauch von H2-Fahrzeuge im Winter etwas höher als im Sommer. Dies liegt z.B. daran, dass die Brennstoffzelle nach dem Starten auf Betriebstemperatur gebracht werden muss. Der Mehrverbrauch ist aber beim H2-Pkw im Winter wesentlich geringer als bei einem batterie-elektrischen Auto.

Wenn ein Wasserstofffahrzeug ein paar Tage in der Garage steht, verflüchtigt sich dann der Wasserstoff?

Nein. Das war tatsächlich einmal ein Problem, als man den Wasserstoff im Auto tiefkalt, also bei -253° im flüssigen Aggregatszustand mitgeführt hat. Diese niedrige Temperatur lässt sich einfach nicht über lange Zeit im Fahrzeugtank halten. Der Wasserstoff erwärmt sich und wird wieder gasförmig; das heißt er dehnt sich aus und die Ventile „blasen“ ab.

Wie lang ist die Haltedauer einer Brennstoffzelle?

Auswertungen z.B. der Brennstoffzellen aus der CleverShuttle-Flotte, einem Ride-Sharing-Dienst, nach 180.000 km Laufleistung, haben gezeigt, dass Brennstoffzellen eine hohe Lebensdauer haben. Bei den CleverShuttle-Fahrzeugen betrug die Leistungsfähigkeit noch 98%!