Wasserstoff im Tank, Sonne im Herzen

Wenn Fahrspaß und gutes Gewissen zusammenkommen.

H2-Stationen

Die Roadmap der H2 MOBILITY sieht vor, die ersten 100 Wasserstoffstationen bis 2018/2019 bedingungslos und unabhängig von Fahrzeugzahlen zu errichten. Ziel sind bis zu jeweils zehn Stationen in den sechs deutschen Ballungszentren Hamburg, Berlin, Rhein-Ruhr, Frankfurt, Stuttgart und München sowie Wasserstoff-Korridore entlang von Autobahnen.

Die zweite Projektphase orientiert sich an den Zulassungszahlen von Brennstoffzellenfahrzeugen. 400 Wasserstofftankstellen sollen bis 2023 eine flächendeckende Wasserstoff-Infrastruktur in Deutschland möglich machen und den Weg in eine elektromobile Zukunft ebnen.

Wie der Wasserstoff in den Tank kommt

Fahrerinnen und Fahrer von Wasserstoff-Fahrzeugen müssen sich – wie beim Fahren – beim Tanken kaum umgewöhnen. Sie lenken ihr Fahrzeug an einer Tankstelle an die entsprechende Wasserstoff-Zapfsäule. Der Wasserstoff wird gasförmig in stark verdichteter Form mit bis zu 700 bar Druck getankt. Dabei wird die Wasserstoff-Säule über eine verriegelbare Kupplung dicht mit dem Tankstutzen des E-Fahrzeuges verbunden. Der ganze Tankvorgang dauert drei bis vier Minuten.

Ein Unterschied im Vergleich zu konventionellen Betankungsvorgängen ist die Infrarotschnittstelle. Daten des Fahrzeuges, die für das Betanken wichtig sind, werden beim Betankungsvorgang übertragen.

Die Distribution von Wasserstoff kann vielfältig erfolgen – per Pipeline, per Tankzug oder in lokaler Produktion direkt an einer Tankstelle. Je nach Standort, Verfügbarkeit und Wirtschaftlichkeit wird der Lieferweg ausgewählt – allerdings mit dem klaren Ziel, einen möglichst hohen Anteil aus regenerativen Quellen anzubieten.

Wasserstoff als Treibstoff und Energiespeicher

E-Fahrzeuge werden von einer Brennstoffzelle angetrieben: Durch eine Reaktion mit Sauerstoff wird in der Brennstoffzelle emissionsfrei die im Wasserstoff gespeicherte Energie in elektrische Energie umgewandelt, die dann den Motor antreibt. Die bereits 1839 erfundene Brennstoffzelle ist nicht nur sauber, sondern auch leise. Brennstoffzellen sind kleiner als Verbrennungsmotoren und haben einen weitaus höheren Wirkungsgrad. Mit Brennstoffzellen betriebene Fahrzeuge haben wesentlich höhere Reichweiten als batteriebetriebene Fahrzeuge. Sie können zudem auch in größeren und schwereren Fahrzeugen wie z. B. Bussen eingesetzt werden. Der Kraftstoff Wasserstoff wird auch im Schienenverkehr und der Schifffahrt, aber auch in Gabelstaplern und Flurförderfahrzeugen getestet.

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