Wasserstoff, das Multitalent

Wasserstoff ist nicht nur das häufigste Element im Universum, sondern idealer Treibstoff der Zukunft.

Das Element Wasserstoff

Wasserstoff als Energiespeicher bietet eine Lösung für drei zentrale Probleme unserer Zeit: Klimawandel, Abhängigkeit von Energieimporten und Endlichkeit fossiler Energieträger.

Das Element Wasserstoff ist nicht nur das leichteste aller Elemente, sondern auch das mit Abstand häufigste Element im Universum. Gleichzeitig hat er eine extrem hohe Energiedichte. In einem Kilogramm Wasserstoff steckt etwa dreimal so viel Energie wie in einem Kilogramm Erdöl. Viel Energie, wenig Gewicht, speicher- und transportierbar – genau das macht Wasserstoff zum idealen Treibstoff der Zukunft.

Wasserstoff ist ein farb-, geruch- und geschmackloses Gas, dessen Atom lediglich aus einem Proton und einem Elektron besteht. Auf der Erde kommt er ausschließlich in chemisch gebundener Form vor, z. B. als Wasser, in organischen Verbindungen und in den Kohlenwasserstoffen (Erdöl, Erdgas, Kohle, Biomasse usw.). Er kann jedoch unter Einsatz von Energie aus seiner Verbindung gelöst werden. Bislang wird er großindustriell meist durch Dampfreformierung gewonnen. Um die damit verbundenen CO2-Emissionen zu vermeiden und der Verknappung fossiler Rohstoffe entgegenzuwirken, bieten sich verschiedene Techniken zur regenerativen Wasserstoffherstellung an – zum Beispiel die Elektrolyse, bei der der Wasserstoff aus Wasser gelöst wird.

Sicherheit

Fahrzeuge mit Wasserstoffantrieb sind so sicher wie konventionell angetriebene Fahrzeuge. Wasserstoff stellt allerdings besonders hohe Anforderungen an die Technologie und das Material, die die Wasserstoff-Fahrzeuge und -Tankstellen erfüllen. Das haben verschiedene Prüfdienste wie der TÜV in zahlreichen Verfahren und Crashtests mit Wasserstoff-Fahrzeugen gezeigt. Die hohe Flüchtigkeit von Wasserstoff ist zudem ein Vorteil. Wasserstoff verteilt sich umgehend in der Umgebungsluft und wird so rasch ungefährlich.

Mit Wasserstoff assoziieren viele die Katastrophe des Luftschiffes „Hindenburg“ in Lakehurst, USA, im Jahr 1937. Tatsächlich war jedoch nicht der Wasserstoff Ursache für die Katastrophe, sondern der Anstrich der Außenhülle.

Wasserstoff im Verkehr wird die Sicherheit erhöhen. Die Kombination der Verbrennungs- und Diffusionseigenschaften von Wasserstoff minimiert die Gefahren bei einem Feuer, beispielsweise im Vergleich zu einem Feuer, bei dem Benzin im Spiel ist. Ein Vergleich von Bränden mit Wasserstoff und Benzin ist hier dokumentiert. Auch die Explosionsgefahr ist bei Wasserstoff deutlich geringer als bei Benzin. Im Freien kann Wasserstoff faktisch nicht zur Explosion gebracht werden.

Die plötzliche Freisetzung großer Wasserstoffmengen ist bei heutigen Drucktanks, in denen der Wasserstoff mit 700 bar komprimiert gelagert wird, extrem unwahrscheinlich. Für den Fall, dass eine Leitung (ab)reißt, sorgt der innenliegende Druckminderer für einen ganz langsamen Austritt des Wasserstoffs, der dann mit fast unsichtbarer Flamme ohne nennenswerte Wärmestrahlung verbrennt.

Wasserstoff ist weder giftig noch ätzend, riecht nicht, ist nicht explosiv, nicht wassergefährdend und weder schwer abbaubar noch krebserregend.

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